Kommentar:
Liebe und Tod, die Suche nach dem Glück und nach Freundschaft, das verborgene und das offenbare Handeln Gottes in einer oft undurchschaubaren Welt ... Das sind nur einige Themen, anhand derer die Bücher Ruth, Hoheslied, Prediger, Klagelieder und Esther in literarisch und theologisch kunstvoller Weise über das Wesen des Menschen und seine Stellung vor Gott nachdenken. In der Vorlesung sollen diese fünf Bücher, die die jüdische Tradition als ein besonderes Korpus der hebräischen Bibel betrachtet und die sie in dem Wissen um das Angewiesensein des Menschen auf eine zeitliche Strukturierung seiner Existenz fünf zentralen Festen zugeordnet hat, kontinuierlich ausgelegt werden. Dabei werden 1.) die literargeschichtliche Entstehung der Megillot, 2.) ihre zeitgeschichtliche Verankerung, 3.) ihr Potential zur Deutung menschlichen Lebens und 4.) ihr Beitrag zu einer gesamtbiblischen Theologie dargestellt. Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung empfiehlt sich die mehrfache Lektüre der Megillot. Entsprechende Sekundärliteratur wird zu Beginn der ersten Vorlesung genannt.