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RSSPrint

Ein Freispruch für Paulus

John Tolands Theorie des Judenchristentums

 

Mit einer Neuausgabe von Tolands 'Nazarenus' durch Claus-Michael Palmer

 

Gesine Palmer

 

1996, geb., 184 S.

21,50  €

(inkl. Mwst., zuzügl. Versand)

 

ISBN 3-923095-89-9

 

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Gesine Palmer erschließt in ihrer Berliner Dissertation sensibel Hintergrund, Argumentation und Intention des „Nazarenus“ von John Toland und konturiert die aktuelle Bedeutung des Werkes, indem sie Tolands Thesen in Beziehung setzt zu gegenwärtigen Debatten über das Gesetz. Claus-Michael Palmer wiederum hat den 1718 und dann noch einmal 1732 englisch erschienenen und seither nicht wieder aufgelegten Text des „Nazarenus“ für den Neudruck vorbereitet und die Unterschiede zwischen dem gedruckten englischen Text und der handschriftlich überlieferten französischen Fassung auf einen Blick erkennbar gemacht.

Interpretation und Text, endlich wahrgenommen, werden beides mitprägen – die künftige Debatte über das Gesetzesverständnis des Paulus und die allererst begonnene neue Rezeption der Größe „Gesetz“ in christlicher Theologie.

„Die Vf.in begnügt sich nicht mit der rein historischen Arbeit, sondern nimmt Tolands Kritik am christlichen Antinomismus positiv auf und profiliert sie mit sachkundigen Exkursen zur Rolle des Gesetzes im alten Rom. Schließlich verbindet sie damit Hermann Cohens Kritik an der Unterscheidung von Legalität und Moralität und empfiehlt der christlichen Dogmatik eine Rückgewinnung des politischen Gesetzesbegriffs der Antike. Gerade mit diesen Passagen dürfte sie wichtige Diskussionen auslösen.“ (Theologische Literaturzeitung 1998)

„Nicht nur für die theologische Diskussion über das Verhältnis von Glaube und Gesetz, sondern auch für die aktuelle Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Staat ist die sorgfältige und in der Form eines Gerichtsverfahrens aufgebaute Arbeit Palmers (Streitproblem, Verfahrensfragen, Texte, Verhandlung, Freispruch) eine anregende Lektüre.“ (Freiburger Rundbrief 1998)

 

Letzte Änderung am: 19.03.2015