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RSSPrint

Josephus - Jesusbewegung - Judentum

Gesammelte Aufsätze

 

Günther Baumbach

 

2005, kart., VI, 268 S.

18,00 €

(inkl. Mwst., zuzügl. Versand)

 

ISBN 3-923095-35-X

 

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Zur gleichen Zeit, da die Verfasser der Evangelien ihre Werke gestalten, bringt der Jerusalemer Priester und Militärführer im 1. Jüdisch-Römischen Krieg Josephus die Geschichte seines jüdischen Volkes zu Papier und wird darin zum Hauptzeugen jüdischen Lebens im 1. Jahrhundert n.Chr. Die Darstellung der verschiedenen bekannten Gruppen wie Sadduzäer, Pharisäer, Zeloten und Essener ist ohne ihn nicht zu denken und prägt auch die christliche Auffassung von den eigenen Anfängen. Wie verläßlich ist das durch Josephus gezeichnete Bild?

Im Anschluß an eindringliche und für den gesamten Band grundlegende Untersuchungen zu diesem Fragenkomplex bearbeitet Günther Baumbach in seinen Gesammelten Aufsätzen eine Reihe von historisch-theologischen Fragen, die für die qualitative Erneuerung christlicher Theologie und den christlich-jüdischen Dialog von fundamentaler Bedeutung sind: Ist das Neue Testament ein judenfeindliches Buch? Wie sind die ‚Jüdischkeit' Jesu, die Anfänge der (Juden und Jesusbewegung am Ende trennenden) Kirchwerdung und nicht zuletzt das folgenreiche paulinische Gegenüber von ‚Gesetzes-' und ‚Glaubensgerechtigkeit' zu verstehen und zu würdigen? Welche Fragen ergeben sich aus der jüdischen Theologie an heutige christliche Jesusforschung? Welche theologischen Lernprozesse lassen sich in den neueren kirchlichen Erklärungen zum christlich-jüdischen Verhältnis erkennen, und welche Problematik umschließt das Postulat einer nicht antijudaistischen Christologie?

Die Beiträge Baumbachs, Professor em. an der Humboldt-Universität zu Berlin und über Jahrzehnte hin engagierter ostdeutscher Streiter für eine Neugestaltung des christlich-jüdischen Verhältnisses, zeichnen sich dadurch aus, daß der Verfasser historische und theologische Arbeit vorbildlich unterscheidet und weiterführend aufeinander bezieht.

 

Letzte Änderung am: 19.03.2015