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RSSPrint

Der Israelsonntag

Untersuchungen zu seiner homiletischen

und liturgischen Gestaltung in der evangelischen Tradition

 

Irene Mildenberger

 

2. durchges. Auflage 2007, 389 S.

17,00 €

(inkl. Mwst., zuzügl. Versand)

 

ISBN 3-923095-77-5

 

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Der 10. Sonntag nach Trinitatis gehört zu den wenigen Sonntagen der Trinitatiszeit, die aufgrund ihrer besonderen Thematik eine klar umrissene Kontur haben. In der Tradition ist er ganz dem Gedenken an die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 gewidmet. In den letzten Jahrzehnten sind ihm im Zeichen der Erneuerung des christlich-jüdischen Verhältnisses neue Bedeutungselemente zugewachsen. Beides lässt sich nicht voneinander trennen.

 

In ihrer aufs sorgfältigste recherchierten und glänzend geschriebenen Heidelberger Dissertation erarbeitet Irene Mildenberger die Geschichte des Sonntags seit dem Mittelalter und – mit besonderem Gewicht – seit der Reformationszeit und zeichnet seine bemerkenswert konstante homiletische und liturgische Gestaltung nach. Der teils mit Josephus, teils mit kirchlichen Autoren bestrittene und seit der Zeit der Aufklärung verschiedentlich neugefasste Bericht über die Zerstörung Jerusalems und die Predigt über den einschlägigen Text Lk 19,41–48 stehen im Zentrum der Gestaltung des Sonntags und damit zugleich der dezidierten Untersuchungen der Verfasserin.

 

Mildenberger schließt mit ihrer Untersuchung eine empfindliche Lücke in der Kenntnis der Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses. Zugleich schafft sie die Voraussetzung für eine geschichtlich informierte und theologisch reflektierte Gestaltung des Israelsonntags. Mit abschließenden Thesen, die an die gegenwartsbezogene Einleitung anknüpfen und auf die ausführlichen Analysen von Predigten und liturgischen Texten aufbauen, trägt die Autorin zur weiteren Diskussion dieser Gestaltung bei.

 

Letzte Änderung am: 19.03.2015