Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen

Termine

Das IKJ lädt Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:

RSSPrint

 

Lesereihe

Die im Frühjahr 2019 erfolgreich gestartete Lesereihe wird fortgeführt.

Auch im Jahr 2020 dürfen Sie sich auf hochkarätige Gäste unserer Reihe Literatur und Musik freuen.

 

 

 

 

Lesung mit Katja Petrowskaja

Vielleicht Esther

Am 27. Februar 2020 um 19.00 Uhr in den Räumen der Eberhard-Ossig-Stitung, Markgrafenstr. 88.

 

Geboren 1970 in Kiew, studierte Katja Petrowskaja Literaturwissenschaften in Tartu (Estland) und promovierte 1998 in Moskau. Seit 1999 lebt sie in Berlin. 2014 erschien ihr preisgekröntes Debüt „Vielleicht Esther“.

Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Und als die Soldaten die Babuschka erschossen, »mit nachlässiger Routine« – wer hat am Fenster gestanden und zugeschaut? In Kiew und Mauthausen, Warschau und Wien legt Katja Petrowskaja Fragmente eines zerbrochenen Familienmosaiks frei – Stoff für einen Epochenroman, erzählt in lapidaren Geschichten. Die Autorin schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.

 

 

Nächster Lerntag

Die Passionsgeschichte bei Johannes

Lerntag des landeskirchlichen Arbeitskreises Christen und Juden
am 16. März 2020 von 9.30–16.00 Uhr im Institut Kirche und Judentum, Burgstr. 26


Das Johannesevangelium fordert uns heraus – gerade im Blick auf die verheerende Wirkungsgeschichte seiner polemischen Darstellung der „Juden“. Wie lässt sich Johannes und insbesondere die johanneische Passionsgeschichte lesen und verstehen?


Wir wollen uns mit ausgewählten biblischen Texten beschäftigen und ihren kirchengeschichtlichen Folgen
nachgehen. Dabei werden wir insbesondere die Johannespassion von Johann Sebastian Bach und die
Passionsfestspiele in Oberammergau in den Blick nehmen.

Einzelheiten zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem folgenden Flyer.

 

 

Lesung mit Barbara Honigmann

Georg

Am 30. April 2020 um 19.00 Uhr in den Räumen der Eberhard-Ossig-Stitung, Markgrafenstr. 88.

 

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit der Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich, zuletzt 2018 mit dem Jakob Wassermann-Preis.

Bei Hanser erschienen „Damals, dann und danach“ (1999), „Alles, alles Liebe!“ (Roman, 2000), „Ein Kapitel aus meinem Leben“ (2004), „Das Gesicht wiederfinden“ (2007), „Das überirdische Licht“ (Rückkehr nach New York, 2008), „Bilder von A.“ (2011) und „Chronik meiner Straße“ (2015).

„Mein Vater heiratete immer dreißigjährige Frauen. Er wurde älter, aber seine Frauen blieben immer um die dreißig … Sie hießen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte …“, das ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führt: Herkunft aus Frankfurt, Odenwaldschule, ParisLondon-Berlin, dazwischen Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR. Und bei alldem die wiederkehrende Erfahrung: „Zu Hause Mensch und auf der Straße Jude.“ Barbara Honigmann erzählt lakonisch und witzig, traurig und mitreißend von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Sippe.

 

 

Lesung mit Linda Rachel Sabiers

Melancholie, Zynismus und Liebe zum Detail

Am 27. Februar 2020 um 19.00 Uhr in den Räumen der Eberhard-Ossig-Stitung, Markgrafenstr.88.

 

Linda Rachel Sabiers lebt als Autorin, Kolumnistin und Texterin seit 2009 in Berlin. Die in Köln geborene Tochter einer israelischen Mutter und eines deutschen Vaters versuchte es zeitweilig mit dem Auswandern nach Tel Aviv, nach zehn Monaten überwog jedoch die Sehnsucht nach Europa, wo ein Großteil ihrer Wurzeln liegt. Neben Texten für Magazine, Tageszeitungen und Anthologien und einer Kolumne im SZ-Magazin schreibt sie auf ihren SocialMedia-Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram) Alltagsbeobachtungen über das Berliner Miteinander.

Linda Rachel Sabiers liest aus verschiedenen Bereichen ihrer Arbeit. Über ihre Texte schreibt sie Folgendes: „Ein Dreiklang aus Melancholie, Zynismus und Liebe zum Detail. So beschreibe ich meine Kurzgeschichten und Momentaufnahmen, die fern von Urteil, jedoch immer nah am Leben sind. Berlin, meine Wahlheimat, dient oft als unerschöpfliche Inspirationsquelle und urbaner Schauplatz eines Lebens zwischen finden und gefunden werden.“

Musik: Elke Jahn, Gitarre

Letzte Änderung am: 30.01.2020