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RSSPrint

Geplante Publikationen des Instituts Kirche und Judentum

Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. Zur Geschichte ihrer religiösen und politischen Wahrnehmung und Wirkung 

3. Erweiterte und ergänzte Auflage  

Johann Michael Schmidt

Mit einem Geleitwort von Ithamar Gruenwald

Im Zentrum der Passionen J.S. Bachs stehen Passion und Kreuzigung Jesu. Seit den Anfängen der Kirche dienten die Passionsgeschichten der vier Evangelien auch dazu, die Entfremdung vom jüdischen Volk, alsbald Feindschaft, Verunglimpfung und Verfolgung „der“ Juden zu begründen. Gleichzeitig wecken die Passionen Bachs mit ihrer wunderbaren Musik Eindrücke, die Gedanken an Judenverfolgung unerträglich machen, ja verhindern.

Im ersten Teil stellt Schmidt zunächst religiös, dann zunehmend politisch und rassistisch geprägte judenfeindliche Wahrnehmung und Wirkung der Matthäuspassion dar, und zwar seit ihrer Wiederaufführung 1829 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Im zweiten Teil kommen das Werk selbst und seine Texte (biblische Grundlagen, kirchen- und theologiegeschichtliche Voraussetzungen) zur Sprache. Ein ausführlicher Schluss fasst die aufgeworfenen theologischen Fragen zusammen und macht Vorschläge zu einem anderen theologischen Bezugsrahmen der Matthäus-Passion sowie zu einem neuen Umgang mit dem Werk, der die Geschichte seiner judenfeindlichen Wahrnehmung und Wirkung hinter sich lässt.  

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am: 07.08.2018